Psychiatrie
Viele Menschen reagieren mit Angst, wenn es sich um psychische Krankheiten handelt. Auf gewisse Weise bereiten die uns mehr Unbehagen, als die meisten körperlichen Krankheiten. Eine körperliche Manifestation ist etwas Konkretes, Greifbares. Jeder war mal krank und kann es nachvollziehen. Wenn unser Geist streikt, fühlt man sich oft sehr hilflos. Man kann nicht in die Apotheke gehen und Aspirin oder Hustensaft kaufen, damit es dann in absehbarer Zeit besser wird. Der Körper ist gesund, warum ist also nicht alles gut? Es gibt keine verbindliche Definition davon, was schon als „psychisch krank“ und was noch als „normal“ gilt. Jede Gesellschaft stellt eigene Maßstäbe für Normen auf. Was irgendwo auf der Welt noch im Rahmen des „normalen“ liegt, kann bei uns schon als krankhafte Abweichung gelten.
Es muss auch nicht sofort eine schwerwiegende Krankheit sein, auch psychische Störungen sind in unserer Gesellschaft immer stärker verbreitet. Der Alltag ist für viele Menschen sehr stressig geworden. Inzwischen versteht sogar so gut wie jeder den Begriff „Freizeitstress“, auch wenn es klagen auf hohem Niveau ist. Wenn aber eine Störung auftritt, ist die psychische (manchmal dann auch körperliche) Belastung für den Betroffenen groß.
Ergotherapie ist inzwischen zu einem festen Bestandteil der sozialpsychiatrischen Versorgung geworden. Jeder Mensch ist anders und speziell, daher wird auch die Therapie entsprechend gestaltet. Allgemein kann man aber sagen, dass in diesem Bereich hauptsächlich durch Beschäftigung (kreatives/handwerkliches Arbeiten) eine Auseinandersetzung mit der Selbstwahrnehmung stattfindet. Der Focus wird auf das gelenkt, was jemand kann bzw. noch nicht kann und darauf wie etwas gemacht wird. Man sammelt Erfahrungen und lernt eigene Bedürfnisse und Wünsche aufs Neue zu entdecken bzw. die wahrzunehmen und wie diese dann in das Leben integriert werden könnten. Aber auch z.B. mit Fehlern oder Widerständen umzugehen. Begleitende Gespräche sind hierbei genauso wichtig wie das „sich beschäftigen“. Zusätzlich wird oft auch zwischendurch Bewegung oder Entspannung eingesetzt.
Uns ist es wichtig, dass Sie mit unserer Hilfe, Ihre Ziele während der Behandlung erreichen, Ihre Fähigkeiten, Ihre Wahrnehmung und Ihr Erleben sich verbessern. Der Alltag soll für Sie einfacher zu bewältigen sein und das Leben selbst wieder heller und glücklicher werden.
Einige Krankheitsbeispiele:
- Depression
- Borderline-Persönlichkeitsstörung
- Psychosomatische Erkrankungen
- Schizophrenie
- Süchte
- Neurosen